Englischer Garten

Wenn man sieht, wie viele junge Menschen sich im Englischen Garten tummeln, möchte man nicht glauben, wie alt er schon ist: 1789 beauftragte Kurfürst Carl Theodor den Briten Benjamin Thompson, am Westufer der Isar eine Anlage im Stil eines englischen Landschaftsparks anzulegen – darum heißt er auch „Englischer Garten".

Das 78 km lange Wegenetz bereitet Spaziergängern, Joggern, Radlern reichlich Auslauf – immerhin ist der Englische Garten der weltweit größte innerstädtische Park. Pflichtbesuche gelten dem tempelartigen Monopteros, der mitsamt Hügel 1836 dazugekommen ist; jüngeren Datums ist das japanische Teehaus (1972) auf einer künstlichen Insel im Schwabinger Bach.

In den legendären 68er-Jahren, als es in Schwabing hoch her ging, machte der Englische Garten unter anderem durch seine „Nackerpatzerln" von sich reden, die auf den städtischen Wiesen die sexuelle Revolution ausriefen und sich im Adams- bzw. Evaskostüm sonnten. Manche sagen, manche täten's heute noch.

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